Die Nachkommen des Hannß Fritz - Hauswirth zu Neukirchen

Notizen


234. Johann JOCHIM Christian SCHARF

Füsilier (frz.), der, urspr. Bez. für den mit einem Steinschloßgewehr bewaffneten Soldaten; Ggs Musketier: schweizer. Infanterist; Zw füsilieren, standrechtl. erschießen, Quelle: Das große farbige Lexikon von Bassermann, 5.Auflage 1988/1991
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Der Verlauf des Deutsch-Französischen Krieges im Jahr 1870 ist von einem stetigen Vormarsch der deutschen Truppen und entscheidenden Siegen gekennzeichnet, so der Schlacht bei Weißenburg (4.8.), bei Wörth und Spichern (6.8.), bei Colombey-Nouilly (14.8.), bei Vionville-Mars-la-Tour (16.8.), Gravelotte-St.-Privat (18.8.), bei Noisseville (31.8.) und dem Einschluss der Festung Metz (1.9.).
2. September, den entscheidenden Sieg errangen die deutschen Truppen bei Sedan (2.9. = Sedantag = Nationalfeiertag des Kaiserreiches), Kaiser Napoleon III. wurde gefangen genommen was zum Sturz des Kaisertum ins Frankreich führte.
Am 4. September wurde in Paris die französische Republik gegründet. Der Historiker Heinrich von Treischke forderte als einer der Ersten die Rückkehr Elsaß-Lothringens ins Reich. Paris ist am 19. September von deutschen Truppen eingeschlossen. Die französische Republik lehnt die Friedensbedingungen ab und organisiert den Widerstand durch Massenaushebungen. Die Deutschen siegen am 10./11. Oktober bei Orleans und am 27. kapituliert Metz. Am 9. November siegen die Franzosen bei Couliers. Am 3./4. Dezember nehmen die Deutschen Orleans ein.

Am 12.1.1871 schlägt Prinz Friedrich Karl die Franzosen entscheidet bei Le Mans. Im Spiegelsaal von Versailles wird am 18.1. König Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser ausgerufen. August von Goeben, Oberbefehlshaber der 1.Armee schlägt die französische Nordarmee bei Saint-Quentin.
Am 28.1. kapituliert Paris. Am 1.März paradieren die siegreichen deutschen Truppen über den Champs-Elysees. Der Friede von Frankfurt/M beendet am 10.5. 1871 den Deutsch-Französischen Krieg. Das besiegte Frankreich muss 5 Milliarden Francs Kriegsentschädigung zahlen und Elsaß-Lothringen abtreten.
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7. Dezember 1870

Rückzug der Loirearmee auf Blois: Kampf bei "MEUNG". Gefechte bei Salbris und Nevoy zwischen Teilen der nach Osten versprengten Korps der Loirearmee und Truppen der zweiten Armee.
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Kämpfe an der Loire

Gegen die 2. Loirearmee wandte sich die Armeeabteilung des Großherzogs von Mecklenburg-Schwerin. Sie brach am 7.12. von Orléans auf. Ihre Führung erwartete keinen französischen Widerstand. Deshalb war die Front der Truppen fast 15 Kilometer auseinandergezogen. Die einzelnen Verbände hatten nur noch eine geringe Stärke. Die Zahl der Infanteristen der Armeeabteilung war auf etwa 27 000 Mann gesunken. Ohne es zu ahnen, marschierten die deutschen Kräfte geradewegs der 2. Loirearmee entgegen, die aus etwa 110 000 Mann bestand. Chaazy war entschlossen, den deutschen Angriff anzunehmen und zurückzuschlagen. Am 7. 12. entwickelte sich für die Führung der Armeeabteilung überraschend bei Meung ein für die französischen Truppen erfolgreiches Gefecht. Daraufhin wurde am 8. 12. die Front der deutschen Truppen auf die Hälfte verkürzt. Bei Cravant kam es zu heftigen Kämpfen. Die französischen Kräfte griffen mit Schwung an, und die deutschen Truppen erlitten nur deshalb keine Niederlage, weil der linke französische Flügel untätig abwartete, statt in die Schlacht einzugreifen.