~ Der Fall Trina Schlorff ~

 

 

Meine Stammmutter oder Urgroßmutter in 8. Generation

 

 

 

English Version

 

 

 

Vorgeschichte

 

Ich erfuhr von diesem Fall, auf der Suche nach meinen Vorfahren in der Kirchgemeinde Hanstorf bei Bad Doberan. Die Eltern meiner Urgroßmutter Trine Schlorff in 7. Generation, die am 3. Oktober 1674 in der Kirche zu Hanstorf getauft wurde, waren Hans Schlorff und Trine Tellmanß/ Thielemanns.

Hans und Trine heirateten am 22. Oktober 1673 in der Kirche zu Hanstorf. Hans Schlorff starb im November 1693 und wurde am 28. November 1693 in Hanstorf begraben. Auf der Suche nach dem Tod seiner Frau wartete eine große Überraschung auf mich. Auf dem Begräbnis-Auszug der Trine Schlorff geb. Thielemans am 28. April 1697 war als Todesursache „Zauberey halben verbrand“ vermerkt.

Nun, von Neugier gepackt, machte ich mich auf die Suche nach Anhaltspunkten um mehr über diesen Fall zu erfahren. Die erste Quelle war da natürlich das Internet. Über die Suchmaschinen konnte ich viele allgemeine Informationen über die Hexenverfolgung in Mecklenburg erfahren. Eine Seite verwies auf die Alte Burg in Penzlin bei Neubrandenburg, die mit ihrem Hexenkeller wohl einzig artig ist. Also auf ging’s nach Penzlin. Es war wirklich kaum zu glauben unter welchen Bedingungen, die angeblichen Hexen dort gefoltert wurden. Das Museum ist sehr informativ und ansehenswert. Und was ich kaum zu hoffen wagte, ich fand den zweiten offiziellen Hinweis über den Tod meiner Stammmutter auf einer Tafel, auf der alle bekannten Hexenprozesse in Mecklenburg aufgelistet waren. Auch die Broschüre von Susanne Augat „Ernst Barlach und das Hexenwesen“, die ich mir zum Schluss noch kaufte, war wieder ein Volltreffer. Ich fand weitere Informationen zum Fall Trina Schlorff. Unter anderem wurde z. B. erwähnt… „Die grausigen Ereignisse zogen das Publikum scharenweise an, wie der Fall der Trina Schlorff aus Hastorf belegt. Es wird berichtet, dass sich zu ihrer Verbrennung Zuschauer aus Rostock, Bützow und Wismar eingefunden hatten und die Felder voll von sensationslüsternen Menschenmengen waren. Dies geschah im Jahre 1697, als die Hexenprozesse in Mecklenburg bereits ausklangen.“ An einer anderen Stelle heißt es… „Bei Trina Schlorff war es angeblich der böse Blick, der zwei Gänse sterben ließ und das Bier ungenießbar machte.“ Von diesen Funden angespornt versuchte ich über das Stadtarchiv in Rostock mehr über diesen Fall heraus zu bekommen.

 

 

 

Der Prozess

 

 

Im Jahre 1697 am 28. April ist Trien Thielemanns, seligen Hans Schlorffers Witwe in Hastorf, Zauberei halber verbrannt worden. Das soll so zugegangen sein: Trina Schlorff wohnte zu Hastorf und setzte durch Zauberei die ganze Gegend in Schrecken. Sie konnte dünnes Bier dick machen wie eine Leber, so daß man es auf einem Stocke forttragen konnte. Sie hatte auch den bösen Blick und tötete durch bloßes Ansehen junge Gänse. Das kann ein angeborenes Talent sein. Man kann es sich aber auch unbewußt erwerben, z. B., wenn man beim Segensprechen in der Kirche sich umsieht. Man kann aber auch redlich mit dem Teufel in einem Bündnis stehen. Trien hatte nun den Schwarzen wirklich zum Freunde. Das Ding wurde nun sehr arg, und der Inspektor von Neuhof mit zwei Gerichtsdienern arretierte sie. Als diese Trien fortführten, pflügten am Wege zwei Bauern. Der Inspektor verspricht Trien arglistigerweise die Freiheit, wenn sie ein Kunststück macht, z. B., jene Bauern zum Stillstehen bringt. Trien macht ihre Zauberei, und der eine von den beiden Bauern kann nicht weiterpflügen. Auf die Frage, warum der andere weiterpflüge, erwidert sie, derselbe habe am Joch einen Stiel vom Kreuzdorn, und deshalb sei ihre Zauberei machtlos. Durch dieses Kunststück war deutlich bewiesen, das Trien zaubern könne. Wort wurde ihr nicht gehalten, und sie wurde vor Gericht gebracht. Nach langer Gefangenschaft zu Neuhof wurde für sie ein Scheiterhaufen aufgerichtet. Auf dem Fußsteige von Hastorf nach Neuhof, rechts davon, wurde ein Pfahl eingerammt, der noch in unserer (Mussäus') Zeit unter dem Namen "Smökpahl - Brandpahl" dastand und jetzt gestohlen ist. Ein Faden Buchen Kluftholz wird um den Pfahl gelegt und Trien mit einer starken eisernen Kette daran gebunden. Vorher bittet sie den Richter noch, ihren roten Rock ausziehen zu dürfen, damit ihre kleine Enkelin denselben erhielte. Man verspricht es ihr auch. Beim Anzünden des Holzes singt sie: Ach Gott und Herr, wie groß und schwer sind mein begangne Sünden usw. Sie behält guten Mutes durch Beistand des Teufels, als aber das Feuer an die Füße kommt, fliegt der Schwarze ihr in Gestalt eines schwarzen Vogels aus den Schuhspitzen heraus. Da verliert sie den Mut, heult entsetzlich, zerrt an der Kette, bis der Rauch ihr zum Halse herausgeht und die Flammen über ihr zusammenschlagen. Den roten Rock, den sie für ihre kleine Enkelin hinterlassen hatte, hat man klüglich nachher auch verbrannt. - Eine unabsehbare Menge Zuschauer aus Rostock, Bützow, Wismar usw. ist zugegen gewesen. Alle Felder der Franz Radderschen Hufe in Hastorf sind voll von Menschen gewesen, die dem fürchterlichen Schauspiel beigewohnt haben. - Dies geschah, als Johann Jakob Vischer aus Culmbach in Franken, früher vier Jahre Prediger zu Rostock und Wulfshagen, in Hastorf Pastor war.

 

Die Verbrennung von Trina Schlorff, geborene Thielemanns, war die letzte Hexenverbrennung in Mecklenburg. Also in Mecklenburg war Margarete Genseke aus Hohenfelde das erste und Trien Thielemanns aus Hastorf das letzte unschuldige Opfer einer vom Hexenaberglauben tief befallenen Menschheit. Selbst die juristischen Fakultäten zu Greifswald und Rostock haben verschiedentlich ihr Urteil und ihre Zustimmung zu Folterungen und Verbrennungen von Hexen in Mecklenburg abgegeben. Soweit ging die Verblendung und Narretei im Hexenaberglauben.

 

 

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In der Beschreibung von Trina's Tod wird gesagt, das ehe sie starb sie das Lied "Ach Gott und Herr, Wie gross und schwer" gesungen hat. Wir haben das Lied in einem alten Gebet Buch in Berlin gefunden, wo es vor 1800 gedruckt wurde. Da hatte es 10 Verse. Dann fanden wir es mit 13 Versen in einem Gesangbuch  in St. Louis MO, wo es 1908 gedruckt wurde. Sechs Verse waren 1863 übersetzt in English by Catherine Winkworth.

Das Lied wurde 1604 gedichtet und weitere Verse wurden 1613 geschrieben, so ist es wohl möglich das Trina alle diese Wörter kannte. Die Wörter müssen sehr meinhaft gewesen sein für Trina als sie dem Tod nahe war. Es ist gewiss daß sie nicht mit dem Teufel verbannt war, aber sie traute dem Herrn Jesu als ihren Erlöser, auch wenn die Menschen sie als eine Hexe ansahen.

 

Buß = Lieder

  1. Ach Gott und Herr, wie groß und schwer sind mein' begang'ne Sünden! da ist niemand, der helfen kann, in dieser Welt zu finden.

  2. Lief ich gleich weit zu dieser Zeit, bis an der Welt ihr Ende, und wollt' los sein des Kreuzes Pein, würd' ich doch solch's nicht enden.

  3. Zu dier flieh' ich, verstoß mich nicht, wie ich's wohl hab verdienet. Ach Gott, zürn nicht, geh nicht ins Gericht! dein Sohn hat mich versöhnet.

  4. Soll's ja so sein, daß Straf und Pein auf Sünde folgen müssen, so fahr hie fort und schone dort, uind laß mich hie wohl büßen.

  5. Gieb, Herr, Geduld, vergieb die Schuld, verleih ein gehorsam Herze; laß mich nur nicht, wie's wohl geschicht, mein Heil murrend verscherzen.

  6. Handle mit mir, wie's dünket dir, durch dein' Gnad' will ich's leiden, laß mich nur nicht dort ewiglich von dir sein abgescheiden.

  7. Gleichwie sich fein ein Vögelein in hohle Bäum' verstecket, wenn's trüb hergeht, die Lust unstät, Menschen und Vieh erschrecket.

  8. Also, Herr Christ, meine Zuflucht ist die Höhle deiner Wunden, wenn Sünd' und Tod mich bracht' in Noth, hab' ich mich drein gefunden.

  9. Darin ich bleib', ob hier der Leib und Seel' von einander scheiden, so werd' ich dort bei dir, mein Hort, sein in der ewigen Freuden.

10. Ehr' sei nun Gott Vater und Sohn, dem Heiligen Geist zusammen! ich zweifle nicht, weil Christus spricht: Wer gläubt, wird selig. Amen.

M. E. G. Tietzens geistliche Wasserquelle voraus zu schöpfen tägliche Morgen = und Abend = Segen mit Reim=Gebetlein, Trost=Sprüchen Vor = und Nach = Geufzerlein, H. Kirchen= und Festgedanken, Bußfertige Beicht= und Communion= Andachten, wie auch Kräftige Seufzer aller Nothleidenden und Herzliche Gebete in Wettersnot, nebst Morgen=, Abend=, Buß=, Communion=, Dank = und andern Liedern.

Berlin, Druck und Verlag von Trowitzsch und Sohn, (Wilhelm=Straße 29.)

 

 

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Kirchen + Gesangbuch für Evangelisch - Lutherische Gemeinden ungeäderter Augsburgischer Confession, darin des fel. Der Martin Luthers und anderer geistreichen Lehrer gebräuchlichste Kirchen-Lieder enthalten sind. St. Louis, Mo. Concordia Publishing House. 1908 pp. 127-128. #212

  1. Ach Gott und Herr, wie groß und schwer sind mein begangne Sünden! Da ist niemand, der helfen kann, in dieser Welt zu finden.

  2. Lief ich gleich weit zu dieser Zeit bis an der Welt ihr Enden und wollt los sein deß Kreuzes mein, würd ich doch solchs nicht wenden.

  3. Zu dir flieh ich, verstoß mich nicht, wie ichs wohl hab verdienet. Ach Gott, zürn nicht, geh nicht ins G'richt, dein Sohn hat mich versühnet.

  4. Solls ja so sein, daß Straf und Pein auf Sünden folgen müssen, so fahr hie fort und schone dort und laß mich hie wohl büßen.*

  5. Gib, Herr, Geduld, vergiß der Schuld, verleih ein g'horsam Herze; laß mich nur nicht, wies oft geschicht, mein Heil murrend verscherzen.

  6. Handle mit mir, wies dünket dir, auf dein Gnad will ichs leiden; laß mich nur nicht dort ewiglich von dir sein abgescheiden.

  7. Herr Jesu Christ, allein du bist am Kreuz für mich gestorben, Teufel und Tod gemacht zu Spott, hast mir den Himml erworben.

  8. Ehre sei Gott in aller Noth, dem Vater und dem Sohne, dem Heilgen Geist sei Lob und Preis von nun und ewig. Amen.

  9. Gleichwie sich fein ein Vögelein in hohle Bäum verstecket, wenns trüb hergeht, die Luft unstät, Menschen und Vieh erschrecket:

10. Also, Herr Christ, mein Zuflucht ist die Höhle deiner Wunden; wen Sund und Tod mich bracht in Noth, hab ich mich drein gefunden.

11. Darin ich bleib, ob Seel und Leib hier von einander scheiden, so werd ich dort bei dir, mein Hort, seinin ewigen Freuden.

12. Herr Jesu Christ, mein Trost du bist an meinem letzten Ende; wenn ich hinfahr, mein Seel bewahr, ich b'fehl sie in dein Hände.

13. Ehre sei nun Gott Vater und Sohn, dem Heilgen Geist zusammen, zweifle auch nicht, weil Christus spricht: Wer gläubt, wird selig. Amen.

* D. 1, erhalte mich durch väterliche Zuchtigungen in wahrer Buße.

M. Martin Rutilius, 1604 (Vers 1 bis 6). Dr. Johann Major, 1613 (Vers 9, 11 und 13).


Der rote Rock, der in der Erzählung angegeben wird, muss sehr besonders gewesen sein. Die Beschreibung von der Kleidung von Landarbeiter, behaupten daß die meisten bloß braune Farben hatten. Blaue, grüne oder rote Gewänder waren für die Reichen. Kein Wunder das sie wollte, daß ihre Enkelin ihn bekommen sollte.

 

Quelle: Hildegard und Loretta Kuse, USA

 

 

 

 

~ The Case of Trina Schlorff ~

 

My Great-grandmother in 8 Generations

 

 

Forward

 

I learned about this event while I was searching for my ancestors in the church records of Hanstorf near Bad Doberan. The parents of my great-grandmother, Trine Schlorff, in the seventh generation who was baptized 3 October 1674 in the church at Hanstorf were Hans Schlorff and Trine Tellmanss/ Thielemanns. Hans and Trine were married on 22 October 1673 in the church at Hanstorf. Hans Schlorff died in November 1693 and was buried in Hanstorf on the 28 November 1693. Upon searching for the death record of his wife I had a very huge surprise. For the burial record of Trine Schlorff nee Thielemans on 28 April 1697, the cause of death was listed as "burned because of witchcraft". 

 

Now really filled with curiosity I went in search of sources that could tell me more about this event. The first source of course was the Internet. Among the search engines I could find much general information about the persecution of witches in Mecklenburg. One source suggested the old castle in Penzlin near Neubrandenburg with its witches dungeon which is very interesting. So off I went to Penzlin. It was almost unbelievable under what circumstances the accused witches were detained there. The museum is very informative and worth seeing. And what I had scarcely hoped to find, I located the second official record about the death of my ancestor on a plaque upon which were listed the known accused witches in Mecklenburg.

Finally I also purchased a brochure written by Susanne Augat, "Ernst Barlach und das Hexenwessen". This too was a real find. I found further information about the case of Trine Schlorff of Hanstorf. Among other items it described, "gruesome events that drew hordes of the public such as the case of Trine Schlorff of Hanstorf". It stated that at her execution spectators came from Rostock, Bützow and Wismar and the fields were full of sensation seeking crowds. That happened in the year 1697 as the witch trials in Mecklenburg came to a conclusion. In another source it states "for Trine Schlorff it was alleged that the evil eye caused two geese to die and made beer undrinkable". After reading these sources I was motivated to search the state archives in Rostock to learn more about this case.

 

The Trials

 

In the year 1697 on 28 April Trien Thielemanns widow of the sainted Hans Schlorffers of Hastorf was burned because of witchcraft. That is said to have happened as follows: Trina Schlorff lived in Hastorf and terrorized the entire vicinity with her sorcery. She could make thin beer thick as a liver so that it could be carried away on a stick. She also had an evil eye and killed young geese with it. This can be an inherited talent but it can also be acquired involuntarily as for example if one looks around during the benediction at church. One can also candidly make a compact with the devil.

Trina really had the Black One as a friend. The situation now became very dreadful and the inspector from Neuhof with two deputies arrested her. As they took Trina away there were farmers plowing along the way. The inspector slyly promised Trina her freedom if she could perform a clever feat as for example to bring the plowman to a standstill. Trina worked her sorcery and one of the two simply could not continue to plow. Upon being asked why the other one continued to plow she stated that he had on his yoke a stick of buckthorn which made her magic powerless. Through this feat it was definitely proved that Trina could work sorcery. The promise to free her was not kept and she was brought into court. After a long imprisonment at Neuhof a funeral pyre or stake was erected for her. On the footpath from Hastorf to Neuhof, to the right of it, a stake was driven in that still stood in our times. (Mussäus') Under the name of "Smökpahl - Brandpahl" but was stolen since. Split beech cord wood was laid around the stake and Trien was tied to it with a strong iron chain. Before that she petitioned the judge for permission to remove her red coat so that her little granddaughter could have it. She was promised that. As the wood was lighted she sang, 'Oh God and Lord, how heavy and hard are my committed sins.' She kept up her good courage with the support of the devil but as the fire reached her feet the Dark One fled in the form of a black bird that flew out of the tip of her shoes. Then she lost her courage, cried terribly, pulled at her chain until the smoke reached her throat and the flames closed over her. The red cloak that she wanted to leave for her small granddaughter was also wisely burned later. An immense crowd of spectators from Rostock, Bützow, Wismar, etc. was present. All the fields of Franz Radder's farm in Hastorf were full of people who came to experience the dreadful spectacle. This happened while Johann Jakob Vischer from Culmbach in Franken formerly for four years a preacher at Rostock and Wulfshagen was pastor in Hastorf. 

 

The burning of Trina Schlorff nee Thielemanns was the last witch burning in Mecklenburg. Also in Mecklenburg Margarete Genseke from Hohenfelde was the first and Trien Thielemanns of Hastorf the last innocent victim of a witch superstition of a deeply fallen humanity. Even the law professors at Greifswald and Rostock gave several repeated opinions and their ascent or approval to the torturing and burning of witches in Mecklenburg. This shows how far the delusions and madness of belief in the superstitions of witchcraft went."

 

Source: Annalise Wagner, Beiträge zur Geschichte der Hexenprozeße und des Aberglaubens in Mecklenburg (Teil 1), in: Carolinum 101, 1989, S. 39

 

Translated by Hildegard Kuse

 

 

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We found ten verses of the hymn Trina sang before her death in an old prayer book that was printed in Berlin in the 1800's the first six verses were written in 1606 by M.M. Rutilus and others were written by Dr. Johann Major in 1613. Another German hymnal printed in St. Louis, MO in 1908 had thirteen verses. Six of the originat ten verses were translated into English by Catherine Winkworth in l863 under the title "Alas My God, My Sins Are Great".

The translation into English for a hymnbook naturally had to rhyme and fit the music. For that reason the words and some of th original meaning were sometimes changed to fit the music.
What follows is a non-rhyming translation of the longer German version done to show the ideas that were probably very meaningful to Trina as she faced her death. The words also suggest that she was not in partnership with the Evil One but in fact trusted Jesus as her Savior in spite of the hysteria of the public.

 

  1. Oh God and Lord, how great and heavy are the sins I have committed. There is no one to be found to help in all the world.
  2. Even if I fled to the end of the world at this time and wanted to be rid of my painful burden, I would not be able to find peace.
  3. To you I flee. Do not send me away as I have deserved. O God do not be angry. Do not sit in judgement. Your Son has suffered for me.
  4. Should it be that punishment and woe must follow sin, so uphold me during my chastening and let me here truly repent.
  5. Give me patience here, forgive my guilt. Grant me an obedient heart. Only let me not miss the good you send by murmuring at your chastening.
  6. Deal with me as you will. By your grace I will endure it. Only let me not be separated from you forever.
  7. Lord Jesus Christ, you alone died for me on the cross. You have overcome the devil and death and attained heaven for me.
  8. Praise to God in all trial and tribulation. To the Father, Son, and Holy Ghost be laud and praise from now and eternally. Amen
  9. Just as a tiny bird hides in a hollow tree when trouble comes and courage leaves, and men and beast are fearful,
10. Just so Lord Christ, my refuge is in the hollow of your wounds. When sin and death brought me into trouble, I found my refuge in you.
11. Therein I stay even if here body and soul are parted from each other. So I will there by you my Savior be in everlasting joy.
12. Lord Jesus Christ, you are my comforter at my last end. When I depart protect my soul. I commit it into your hands.
13. Praise now to God the Father, Son and Holy Ghost together. I do not doubt for Christ speaks, Who believes will be saved. Amen.

 

 

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The red cloak mentioned in the account of Trina's death must have been very unique. Accounts of daily life during that century say that nearly all the attire of the common folk was brown. Blue, green, or red garments were considered very special. It is no wonder that she wanted her granddaughter to have the garment.

Source: Hildegard and Loretta Kuse, USA

 

 

 

 

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