1. Tönnies RUST
Rust: 1. Wohnstättenname zu frühneuhochdeutsch rust (baum) >Rüster<. Da diese Ulmenart ein sehr gutes Holz (z. B. für den Wagenbau) liefert, könnte es sich hierbei auch um einen Berufsübernamen für den Wagner oder einen anderen Holzhandwerker handeln. 2. Wohnstättenname zu mittelniederdeutsch rust(e) >Ruhe, Rast; als Längenmaß: eine Strecke Weges<. 3. Übername zu mittelniederdeutsch rust >Rost< nach der Haarfarbe des ersten Namensträgers oder Berufsübername für einen Metallhandwerker (z. B. für einen Schwertfeger). 4. Berufsübername zu frühneuhochdeutsch (mitteldeutsch) rust >Ruß< für einen Schmied oder einen Köhler. 5. Aus dem seltenen Rufnamen Rusto (zu althochdeutsch [h]rustan >rüsten<) hervorgegangener Familienname. 6. Herkunftsname zu dem gleich lautenden Ortsnamen (Baden-Württemberg, Österreich, Böhmen).
Spätere Nachkommen hießen Russ:
Russ, Ruß: 1. Berufsübername für einen Schmied oder Köhler bzw. Übernamen für einen schmutzigen Menschen (zu mittelhochdeutsch ruoz >Ruß, Schmutz<). 2. Aus einer mit -z-Suffix gebildeten Koseform von Rufnamen, die das Namenwort hruod enthalten, hervorgegangene Familiennamen.